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Funktionaloptometrie

Ihre einzigartigen Augen sind der äussere, sichtbare Teil eines grossen und komplexen Systems, das zur visuellen Erfassung Ihrer Umwelt und zu dessen Erkennen und Verstehen gehört. Ein nomaler Sehtest kann im besten Falle eine deutlichere Abbildung auf der Netzhaut erzeugen. Die weiterführenden Sehfunktionen, das Verarbeiten dieser Informationen und das Lernen und Erkennen sowie das Umsetzen und Verknüpfen dieser Sehinformationen im Gehirn, sind mindestens genauso wichtig für ein optimales Sehen, wie ein klares Bild.

Weil wir um diese Zusammenhänge wissen und geeignete Massnahmen kennen, um Ihnen Hilfen zu einem besseren Sehen und damit zu mehr Lebensqualität anzubieten, scheuen wir keine Mühe Sie auch in diesen Bereichen optimal zu beraten und zu unterstützen.

Was ist Funktionaloptometrie

Die Behavioral Optometrie, zu deutsch Verhaltens-Optometrie oder Funktionaloptometrie, befasst sich mit der Entwicklung des Sehens, seinen Abweichungen und deren Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Menschen. Entwicklungsstörungen, auch des Sehens, können zu massiven Lernstörungen oder Wahrnehmungsschwierigkeiten führen. Ein Funktional-Optometrist erfasst mit seiner ganzheitlichen Betrachtungsweise Auffälligkeiten des Sehens, der Motorik und der gesamten Wahrnehmung. Er versucht die Probleme an der Basis anzugehen und kann viele Ansätze zur Abhilfe, bei Problemen des Sehens, Hören oder Fühlen, empfehlen oder selbst anbieten.

Ein Funktional-Optometrist arbeitet in einem guten Netzwerk mit verschiedensten Fachpersonen wie Kinderärzten, Osteopathen, Psychiatern, Neurologen, Psychologen, Logopäden, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Heilpädagogen und Lehrern zusammen.

Die Funktionaloptometrie (=Verhaltensloptometrie) beschäftigt sich mit Funktionsstörungen, die bei gesunden Augen aufgrund eines gestörten Sehverhaltens oder einer fehlerhaften Sehentwicklung auftreten und zu Problemen der visuellen Wahrnehmung führen. Die Analyse funktioneller Sehprobleme wird nicht ausschließlich durch moderne High-Tech-Ausstattung in der optometrischen Praxis ermöglicht. Vielmehr lässt sich durch eine ganzheitliche Betrachtungsweise der visuellen Situation mit vielen Funktionstests, einer gründlichen Erfragung der Vorgeschichte und der besonderen Erfahrung des Optometristen ein Gesamteindruck vom Problemkreis des jeweils Betroffenen herstellen. Ein spezielles Sehproblem ist immer nur Teil des Gesamtsystems, deshalb muss immer der Mensch als Ganzes im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Die visuelle Wahrnehmung entwickelt sich vom Säugling bis zum Greis - es gibt kein Ende der Entwicklung, denn Sehen ist nicht nur Physik oder Physiologie, Sehen ist in erster Linie Erfahrung! Deshalb lassen sich visuelle Probleme nicht immer durch ein Eingreifen an einer einzigen Stelle lösen (z.B. durch die Verordnung einer Brille), sondern es muss vielmehr das Sehverhalten insgesamt geändert werden (z.B. die Ergonomie, Beleuchtung, Arbeitsablauf etc.). Aus diesen Erkenntnissen und Erfordernissen heraus hat sich die Funktionaloptometrie entwickelt.

Die Funktionaloptometrie ist ein sehr dynamisches Spezialgebiet der Optometrie.

Mit einer Brille oder Kontaktlinsen, lassen sich die meisten Sehprobleme beheben. Da das Sehen ein dynamischer Vorgang ist und die Brille/Kontaktlinsen aber nur eine statische Korrektur bieten, helfen sie bei funktionellen Problemen nur beschränkt.


Das Visual - Training ist in der Funktionaloptometrie nicht mehr wegzudenken. Durch optometrisches Visual-Training lassen sich viele Schwächen im Sehen gezielt verbessern und perfektionieren. 


Es kann helfen:

  • Ihre Augen besser zu bewegen

  • die Zusammenarbeit Ihrer Augen zu fördern

  • das Scharfstellen in die Nähe oder in die Ferne zu erleichtern

  • bewusster zu sehen und wahrzunehmen

So können funktionelle Sehprobleme gut und nachhaltig behoben werden.


Erfahren Sie mehr über Visual-Training

Winkelfehlsichtigkeit ist eine Augenkoordinationsstörung, bei der die beiden Augen in ihrer natürlichen Stellung nicht genau ausgerichtet sind. Dabei können die Augen in ihrer Stellung nach aussen, innen, oben oder unten abweichen. Am häufigsten kommt eine Kombination von Seiten- und Höhenabweichung vor.

Damit keine störenden Doppelbilder entstehen, versucht das System Auge-Gehirn, die Augenstellung so zu korrigieren, dass die entstehenden Bilder deckungsgleich aufeinander zu liegen kommen.


Mittels Nervenimpulsen und Augenmuskelarbeit werden die Abweichungen mehrere Male pro Sekunde korrigiert. Diese Korrektureinstellung erfolgt zusätzlich zu den normalen Einstellbewegungen der Augen auf neu angeblickte Objekte. Dies erfordert sehr viel Kraft und Konzentration.


Viele Menschen haben genügend Kraftreserven, diese Korrektureinstellungen so auszuführen, dass sie die Abweichungen nicht störend behindern.


Sobald diese Korrektureinstellungen nicht mehr andauernd und optimal ausgeführt werden können, zum Beispiel durch Ermüdung, entstehen leichte Doppelbilder. Die Seheindrücke scheinen sich zu bewegen, Schriften beginnen sich zu verschieben, Einzelbuchstaben oder Wortendungen werden übersehen oder Zeilen verschmelzen und werden übersprungen.


Erfahren Sie mehr über Winkelfehlsichtigkeit

Dein Visual-Trainer

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